ASIA BIKE TOURS Reisebeschreibung
:
Eine "Expedition" führt uns ins nordwestliche
Indien. Eine der letzten Hochburgen des Buddhismus und der tibetischen
Kultur. Bergwüsten, grüne Flußoasen und unberührte
Dörfer sowie die höchsten Pässe der Welt machen
die Reise zu einem unbeschreiblichen Erlebnis für jeden
Reisenden.
Indien begann bei Christiane und mir im September 2005. In
einer Zeitung fand ich einen kleinen Artikel und eine Internetadresse.
Diese besuchte ich und Christiane meinte, dies sei eine schöne
Gegend, da möchte ich auch mal hin. Einen Tastendruck
später waren wir angemeldet. Rückblickend denke
ich, warum ist es nicht immer so einfach an einen schönen
Urlaub zu kommen?
Im März 2006 gab es ein Treffen des Veranstalters Heinrich
Wegenstein von " Asia Bike Tours " und allen Interessenten.
Die Daten für die benötigten Visa wurden ausgetauscht,
Anzahlungen wurden getätigt. Der Ablauf der Tour wurde
besprochen.
Kurz vor dem Start trafen die benötigten Unterlagen mit
der Post ein und am Vorabend der Abreise brachte ich unser
Gepäck am Flughafen zum Checkinn.
22.7.06
Wir starteten von Wien -Schwechat mit der AUA und kommen des
Nächtens in New Delhi Airport an. Dort suchen wir den
versprochenen Abholdienst zum Hotel. Nach einigen Hin und
Her gelaufe finden wir einen Typen mit einem Schild, dessen
Wortlaut dem Wort " Aisa Bike Tours" recht nahe
kommt. Er scheint auch für uns zuständig, da er
jedoch weder Deutsch noch Englisch spricht reicht er uns ein
Telefon. Die eingespeicherte Nummer verbindet uns mit dem
Hotel. Am Telefon wird erklärt, der Fahrer wird uns zum
Hotel bringen. Auch erfahren wir, dass sich Heinrich Wegenstein
bei einem Sturz, bei der letzten Tour ein paar Rippen gebrochen
habe, daher könne er uns nicht abholen. In der Zwischenzeit
haben wir genügend Aufmerksamkeit erregt, so dass sich
auch der Rest der Truppe einfindet. Unsere Reisegruppe besteht
nun aus Georg (Er hat uns durch das Auffinden des richtigen
Taxis vom Flughafen gerettet), Hubert, Ferdinand und Hermann,
Christiane und mir. Dies sind die österreichischen Teilnehmer.
23.7.06
Am Morgen lernen wir die weiteren Teilnehmer Ruth, Gerhard,
Anja, Andrea, Elmar und Werner kennen. Sie alle kommen aus
dem nördlichen Germanien. Leider hatten sie bei der Ankunft
weniger glück. Sie fanden das reservierte Taxi nicht,
charterten ein anderes und fuhren gut 4 Stunden durch das
nächtliche Delhi bis das Taxi das Hotel endlich gefunden
hatte.
Nun aber tritt Arun auf den Plan. Er ist Geschäftspartner
von Heinrich und betreibt die größte Motorradwerkstätte
in Delhi. Er begleitet uns mit dem Zug von DELHI nach KALKA
zu den Ausläufern des Vor-Himalayas. Dort treffen wir
zum ersten Mal auf unsere Motorräder. Die Royal Enfield
Bullet. Nach einem Briefing und den ersten Startversuchen
( Kickstarter only) fahren wir einige Kilometer zum Gewöhnen
an Verkehr und Motorräder. In Indien ist Linksverkehr.
Auch die Motorräder sind andersrum gebaut. Wo bei uns
die Fußbremse ist nun das Getriebe (auch dieses ist
für uns verkehrt eingebaut) und umgekehrt. So dauert
es nicht lange, bis zu den ersten Bremsversuchen mit dem Getriebe.
Kracht wunderbar in den Zahnrädern, verzögert jedoch
nicht wirklich. Auch kann ich nicht wirklich sagen ob in den
500 cm immer die versprochene Motorleistung zur Verfügung
steht. Es entsteht dabei eine etwas andere Art des Motorradfahrens.
Eine Art von "Sinnliche Langsamkeit" . Bei 80 Km/h
bist du der "King of the Road" und alles darüber
gleicht einem Selbstmordkommando. Dazu tragen allerdings auch
die Strassen, so man sie so nenne wollte, bei. Wege die man
bei uns schon lange wegen Baufälligkeit gesperrt hätte
sind keine Seltenheit. Auch sollte man ständig mit Kühen,
Pferden, Ziegen oder Affen hinter der nächsten Kurve
rechnen.
Im Hotel lernen wir auch Shankar kennen. Dieser junge Mann
mit österreichischer Mutter und indischem Vater sollte
mit Heinrich die Tour begleiten. Wegen der Verletzung von
Heinreich tut er dies mit seiner Schwester Annapurna als Verstärkung.
(Im normalen Leben studieren Shankar und Annapurna in Wien).
Der Vorteil die beiden sprechen einen wunderbaren wiener Dialekt
und kennen auch die indischen Dialekte und Gepflogenheiten
aber auch die indische Geschichte der zu besuchenden Sehenswürdigkeiten.
24.7.06
KALKA - SHIMLA
75 Tageskilometer zum Einfahren. Dabei überwinden wir
500 Höhenmeter und kommen in 2200 m Seehöhe in Shimla
an. Die Temperaturen fallen hier auf erträgliche 28 Grad.
In der Ebene von Delhi waren es bei unserer Ankunft über
40 Grad. Der Ort ist Sommersitz der ehemaligen britischen
Vizekönige (des Klimas wegen). Wir bummeln über
die "Mall" zum Scandalpoint und genießen das
Flair des ehemaligen britischen Kolonialreiches. Auch gibt
es eine, in gold schimmernde, überlebensgroße Statue
von Gandhi zu bewundern.
25.07.06
SHIMLA-MANDI
Von Shimla fahren wir über Tatapani und Sundernagar nach
Mandi. Ergibt 220 Tageskilometer. Dabei durchfahren wir dichte
Wälder. An den Hängen der Berge wird auf Terrassen
Mais und Reis angepflanzt. Dies ergibt die typische nepalesische
Berglandschaft. Auf den Strassen beginnt der Asphalt in den
Hintergrund zu treten und wir fahren über Naturpisten.
Dabei werden wir öfter von Affenherden begleitet. Diese
können sehr frech sein. Also heißt es Wertsachen
wie Kameras und Photoaperrate, sowie Jausenbrote und Obst
gut festhalten oder teilen. Auch wird die Fahrt immer wieder
von Regenschauern begleitet. Dazwischen knallt die Sonne runter.
Es ist daher egal ob du Regenschutz trägst oder dich
vom Schweiß baden lässt.
26.0707
MANDI - MANALI
Heute stehen lediglich 115 Kilometer an. Wir fahren entlang
des Beas Flusses durch das Kullu Tal und hinauf nach Manali.
Durch eine wirklich tolle Landschaft in der Schlucht. Bevor
Manali der Hauptort des Beas Valley erreicht wird überqueren
wir noch eine Hängebrücke um über die Schlucht
zu kommen. Die hölzernen Bohlen sind von der Nässe
rutschig, wir sind das vierte Motorrad und dabei schaukelt
das Ding auch schon ganz schön. Werner der hinter uns
fährt, tanzt zu übermütig mit seinem Motorrad
und weicht einer entgegenkommenden Vespa nach rechts aus.
Dies ist bei Linksverkehr nicht optimal und die Enfield frisst
die Vespa zum Nachtisch. Ergebnis Vespa zerschunden, Enfield
ein kaputter Blinker und kein Personenschaden.
27.07.06
MANALI - KEYLONG
Die Berge beginnen. Erstmals begeben wir uns in Höhen
welche mit den Alpengipfeln konkurrieren. Über endlose
Kurven erreichen wir den Rothang Pass, laut Übersetzung
ist dies das Ende der bewohnten Welt, mit einer Höhe
von 3890m. Durch die Regenschauer der vergangenen Tage wurde
der Boden jedoch kräftig aufgeweicht. Die Route ist Durchzugstrasse
und wird von den LKW`s stark befahren. Es dauert auch nicht
lange und einer der LKW`s bleibt in einer Kehre stecken. Der
Stau ist perfekt. Die Inder feiern dabei mit Musik und Tanz
neben den Fahrzeugen, kochen und trinken Chai ( indischer
Tee ). Also etwas anders als bei uns. Dabei wird versucht
eine Lücke für uns und die Motorräder zu finden.
Die Brummifahrer helfen da auch mit und schieben schon mal
wenn ein Motorrad stecken bleibt. Trotzdem verlieren wir durch
den Stau über 2 Stunden. Fototpause am Pass. Auf diesen
Pässen gibt es jedoch kein Gipfelkreuz sondern eine Steinpyramide
welche mit zahlreichen Fähnchen geschmückt ist.
In einem Cafe am Straßenrand stärken wir uns mit
Chai und Teigtäschchen ( Samosas ). Langsam gewöhne
ich mich an die fleischarme Küche mit den fürchterlich
scharfen Gewürzen. In unserem Hotel in Keylong sind wir
immer noch auf 3200m Seehöhe. Die brauchen wir zur Akklimatisierung
für die nächsten Tage.
An diesem Tag betrug die Streckenlänge 110 Km.
28.07.06
KEYLONG - SARCHU
Die Berge steigen weiter und höhenmäßig liegen
die höchsten europäischen Gipfel bereits unter uns.
Der Baralacha La ist sehr eindrucksvoll zu befahren. Dieser
Pass bringt uns auf eine Höhe von 4880m. Der Gipfel liegt
im Nebel und es ist sehr feuchtes Wetter. Nach einem kurzen
Fotostop geht es weiter nach Sarchu. An dem Dorf sind glatt
einige vorbeigefahren. Es ist ein Zeltdorf auf immer noch
4250m Höhe.
Die Zelte im Camp sind jedoch mit Feldbetten und eigenem Sanitärbereich,
für jeweils 2 Personen gut ausgestattet. Auch gibt es
ein eigenes Küchenzelt.
Christiane und ich machen noch einen Spaziergang zu einem
nahen Canyon. In dieser Zeit versuchte ich gelegentlich eine
Zigarette zu rauchen. Wegen der dünnen Luft, kam ich
über den zweiten Zug nie hinaus. Die nächste Zigarette
werde ich wohl erst in einigen Tagen genießen können,
wenn wir wieder unter 4000m kommen.
100 Km betrug die Streckenlänge an diesem Tag.
29.07.06
SARCHU - RUMTSE
Heute stehen 180 Km auf dem Programm und dabei soll es gleich
zweimal über 5000m gehen. Alleine bei diesen Gedanken
bekomme ich Atemprobleme, dabei habe ich den Motor noch nicht
einmal angekickt.
Zuerst kommt der Lachalang Pass und danach der 5360m hohe
Taglang, der zweithöchste Punkt unserer Reise. Durch
die großen Mengen an Regen in den letzten Tagen, haben
sich die Strassen gelegentlich mit den Bächen vereint.
Christiane als Sozia nimmt die Duschen gelassen und spricht
von einem guten Test der Regenkleidung. Lediglich die abnehmenden
Temperaturen verwandeln das Rot ihrer Lippen langsam in ein
stetes Blau.
In Rumtse schlafen wir in für uns bereitgestellte Zelte.
Heute jedoch nur mit Schlafsack und Matte. In diesem Tal,
welches immer noch über 4200m liegt ( also noch immer
keine Zigaretten ), gibt es keine Infrastruktur. Alle Lebensmittel
und Getränke wurden von Leh, unserem nächsten Tagesziel,
aus dem Hotel Bijou mit Küchenausrüstung und Koch
zu uns gebracht. Trotz des guten Essens schmerzt mein Kopf
von der Höhe und der Schlaf will auch nicht so wirklich
kommen.
30.07.06
RUMTSE - LEH
Katerstimmung am Morgen ohne Alkohol am Vortag ! Gott sei
Dank sind es nur 90 Km bis zum Tagesziel nach Leh. Auf dem
Weg dorthin stehen Vorher noch zwei Stopps. Zuerst besuchen
wir das Kloster Padmasambhavas, des Schutzheiligen des Hemi
Klosters. Der indische Heilige brachte im 9 Jahrhundert den
Buddhismus aus Tibet nach Ladakh. Danach noch ein Besuch im
Gelupka ( Gelbmützen ) Kloster von Tikse, dem größten
Kloster in Ladakh. Diese Klöster sind ja schön anzusehen.
Leider sind sie meist auf dem Gipfel eines Hügels. Dieser
kann nicht immer befahren werden und das Kloster ist dann
nur über Stiegen, mit unendlichen Stufen zu erreichen.
Dies alles in einer Höhe wo ich kaum eine Zigarette vertrage!!!
31.07.06
LEH
Heute erkunden wir Leh sowie die schönsten Klöster
der Umgebung. Wir besuchen das Kloster in Shey ( Stufen -
Stufen - Stufen -) und den Palast von Stok. Die Holzschnitzereien
und Verzierungen sind echt Wahnsinn, aber diese Stufen!!!
Christiane gefällt dies sehr. Sie ersteht einige Tücher
und Kleidungsstücke am Markt in Leh. Auch freut sie sich,
ihr Sitzfleisch heute nicht von holprigen Schlaglöchern
massiert zu bekommen.
01.08.06
LEH - NUBRA TAL
Heute werden 220 Km zurückgelegt, Bezwingung des Kardung
La inklusive. Nach Erhalt der nötigen Sondererlaubnis
zur Befahrung des Nubra Valley geht es los. Der höchste
Punkt der Reise rückt näher. Mittlerweile bewegen
wir uns in einer bizarren Landschaft. Manchmal habe ich den
Eindruck in einer anderen Welt zu sein. Kehre um Kehre geht
es den Kardung La hinauf. Die Passhöhe liegt auf 5603m.
Dies ist der höchste, auf einer Strasse, anfahrbare Punkt
der Erde. So behauptet es ein Schild auf der Passhöhe.
Gipfelfoto und Pause, aber noch immer keine Marlboro. Nach
45 Minuten Ehrfurcht, Freude über das Erreichte und schwindlig
von der dünnen Luft stürzen wir uns runter ins Tal.
Mit jedem Meter bergab wird es wärmer, der Schnee bleibt
zurück und das Atmen fällt leichter. Abends fallen
wir todmüde in die Betten.
02.08.06
NUBRA TAL - ALCHI
Im Nubra Tal. sehen wir eine Kamelkarawane und werden noch
von einem Sandsturm überrascht. Die anschließende
Stimmung ( totale Stille, alles ganz klar ) lassen wir noch
kurz auf uns wirken Danach geht es zurück über den
Kardung La vorbei an Leh ins Indus Tal nach Alchi. Hier genießen
wir nach 180 Tageskilometern die Ruhe und Abgeschiedenheit
des Ortes. Auch besuchen wir das örtliche Kloster und
bewundern die Kunstschätze. Ach ja und ich kann endlich
eine Zigarette genießen da wir knapp unter 4000m gekommen
sind.
03.08.06
ALCHI - LAMAYURU - KARGIL
Heute gilt es 170 Km und eine Menge Sehenswürdigkeiten
zu bewältigen. Am Morgen fahren wir durch die herrliche
Berglandschaft des Moon Valleys Richtung Kaschmir zu einem
der ältesten Klöster in Ladakh dem Lamayuru Kloster.
Dies wird gerade renoviert und kann daher nur teilweise besichtigt
werden.
Danach verabschieden wir uns von Hermann und Werner. Die beiden
haben nur zwei Wochen Urlaub bekommen und treten von hier
aus die Heimreise an. Dabei bekommen sie Begleitschutz von
einem Mechaniker, der dafür sorgt, dass die beiden ihren
Flug nicht verpassen.
Wir anderen fahren weiter über den Fatu La (4097m) und
den Namika La (3716m) durch eine tolle Landschaft nach Mulbekh.
Hier steht ein gewaltiges Felsrelief des Maitreya Buddahs.
Nach einer Stärkung verlassen wir den buddhistischen
Teil Ladakhs und fahren in das von Moslems dominierte Kargil.
Dort kommen wir erst spät an und übersehen eine
Baustelle im Ort. Diese war auch nicht gekennzeichnet und
nur mit Mühe entkommen wir den über die Strasse
gezogenen Gräben uns Sandhügeln. Christiane bleibt
auch dabei hinter mir am Sozius, wird aber stark durchgerüttelt.
04.08.06
KARGIL - SRINAGAR
Sehr zeitig am Morgen geht es weiter, dem 200 Km entfernten
Tagesziel Srinagar entgegen. Der Grund liegt am Zoji La. Das
Tor zu Kaschmir ist nämlich ein Pass mit Einbahnregelung.
Wer zu spät kommt muss warten und kann erst am nächsten
Tag weiter. Die Landschaft wird wieder grün. Eintoller
Anblick nach den unwirklichen Gebirgen der letzten Tage. Auch
die Temperaturen steigen und haben bald sommerliches Niveau
erreicht.
05.08.06 / 06.08.06
SRINAGAR
Srinagar liegt am Dal - See. Dort haben wir als Unterkunft
Hausboote bezogen. Diese sind ganz im englischen Kolonialstiel
eingerichtet. Um 5 Uhr kommt tatsächlich ein "Boy"
und bittet zum Tee.
Wir erholen uns zwei Tage in diesem Paradies und lassen uns
verwöhnen. Abends kommen Händler mit ihren Booten
und bieten ihre Waren an. Von Lebkuchen über Kleidung
aus Kaschmir bis Schmuck kannst alles kaufen, direkt vom Balkon
des Hausbootes ohne aufstehen zu müssen.
Mit einer Chikara, einem kleinen geruderten Boot ähnlich
einer Gondel, lassen wir uns zum schwimmenden Markt bringen.
Danach besuchen wir die schwimmenden Gärten und eine
Parkanlage, die Mogul Garden genannt wird. Ein Lustgarten
der früheren Mogul - Herrscher. Leider spielt der Wettergott
nicht so richtig mit und hält immer wieder eine kleinen
Regenguss zwischendurch für uns bereit.
In dieser Zeit sind die Mechaniker besonders gefordert. Sie
überholen die geschundenen Motorräder gründlich.
Während der Fahrtage erledigen sie dies meist vor dem
Abendessen. Dadurch ermöglichen sie uns tagsüber
ein meist pannenfreies Weiterkommen. Ohne diese Unterstützung
würde wohl noch kaum ein Motorrad fahren.
07.08.06
SRINAGAR - PATNITOP
Wir verlassen das Kaschmir Tal schweren herzens, wer bekommt
schon zuhause von seinem "Boy" einen 5 Uhr Tee serviert,
und legen die 190 Km nach Patnitop zurück. Dies ist eine
"Hill Station" der ehemaligen Konolialherren mit
entsprechen angenehmen Klima.
08.08.06
PATNITOP - DHARAMSALA
Heute fahren wir 290 Km ins Domizil der Tibetischen Exil Regierung.
Dort kommen wir von den Strapazen der Fahrt sehr müde
an. Das Wetter war sehr wechselhaft von Temperaturen über
30 Grad über Regengüsse bis zu starkem Nebel war
alles vertreten. Vor allem der Nebel auf den letzten kurvigen
Kilometern war schlimm, ich hatte kaum die Strasse erkannt,
die anderen Verkehrsteilnehmer waren zuerst nur zu hören
und erst sehr spät zu sehen. Von der Umgebung haben wir
erst am Nächsten Tag einen Eindruck bekommen. Da war
dann schönes Wetter und klare Sicht.
09.08.06
DHARAMSALA
Besichtigung der Residenz des Dalai Lama. Auch besuchten wir
eine tibetische Ärztin, die durch Pulsmessung einiges
über den Körperzustand verraten konnte. Das ergab
bei mir einige kleine Überraschungen, die ich nicht so
genau hören wollte.
10.08.06
DHARAMSALA - CHANDIGARH
Ein letztes mal besteigen wir die Enfields und fahren aus
den Bergen in die Hitze der weiten Ebene. Nach den 260 Km
des Tages hat sich der Kreis für uns geschlossen. Noch
ein Besuch auf dem Markt für die letzten Geschenke, danach
Abendessen und müde aber zufrieden in die Betten.
11.08.06
CHANDIGARH - DELHI
Diese Strecke wird wieder mit dem Zug gefahren. Der ist derart
gekühlt, dass uns bald kalt wird und wir die Jacken überziehen.
Draußen schwitzen die Leute bei 40 Grad im Schatten.
12.08.06
DELHI
Ein Stattbummel, die letzten Rupien werden ausgegeben. Danach
Verabschiedung mit dem Versprechen sich wieder zu treffen.
Abends werden wir von einem Taxi zum Flughafen gebracht. Dort
ist es besonders lustig, durch den Bombenanschlag am Vortag
in London. Unser Gebäck wird 3-mal geröntgt und
wir auch öfters durchsucht.
13.08.06
WIEN
Zu guter Letzt haben sie uns und unser Gebäck doch mitgenommen
und wir sind wieder in Wien. Die Gedanken werden wohl noch
eine Weile brauchen um Europa, seine Gepflogenheiten und den
Alltag wieder einzuholen.
Mir fällt es besonders schwer, mich nun wieder an Verkehrsregeln
halten zu müssen. Habe ich doch erlebt, dass es auch
ohne funktioniert. Allein mit ein wenig Rücksicht und
das obwohl die alle auf der falschen Seite fahren!
Diese Reise war wirklich ein tolles Erlebnis und die Beschreibung
von Asia Bike Tours ist sehr treffend und nicht blos ein Werbetext.
Möglicherweise führt uns Heinrich bald durch eine
andere Landschaft in Asien.
HARRY
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