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Indien-der Nordwesten
vom 22. 7. 2006 - 13.8.2006
ASIA BIKE TOURS Reisebeschreibung :
Eine "Expedition" führt uns ins nordwestliche Indien. Eine der letzten Hochburgen des Buddhismus und der tibetischen Kultur. Bergwüsten, grüne Flußoasen und unberührte Dörfer sowie die höchsten Pässe der Welt machen die Reise zu einem unbeschreiblichen Erlebnis für jeden Reisenden.

Indien begann bei Christiane und mir im September 2005. In einer Zeitung fand ich einen kleinen Artikel und eine Internetadresse. Diese besuchte ich und Christiane meinte, dies sei eine schöne Gegend, da möchte ich auch mal hin. Einen Tastendruck später waren wir angemeldet. Rückblickend denke ich, warum ist es nicht immer so einfach an einen schönen Urlaub zu kommen?
Im März 2006 gab es ein Treffen des Veranstalters Heinrich Wegenstein von " Asia Bike Tours " und allen Interessenten. Die Daten für die benötigten Visa wurden ausgetauscht, Anzahlungen wurden getätigt. Der Ablauf der Tour wurde besprochen.
Kurz vor dem Start trafen die benötigten Unterlagen mit der Post ein und am Vorabend der Abreise brachte ich unser Gepäck am Flughafen zum Checkinn.

22.7.06
Wir starteten von Wien -Schwechat mit der AUA und kommen des Nächtens in New Delhi Airport an. Dort suchen wir den versprochenen Abholdienst zum Hotel. Nach einigen Hin und Her gelaufe finden wir einen Typen mit einem Schild, dessen Wortlaut dem Wort " Aisa Bike Tours" recht nahe kommt. Er scheint auch für uns zuständig, da er jedoch weder Deutsch noch Englisch spricht reicht er uns ein Telefon. Die eingespeicherte Nummer verbindet uns mit dem Hotel. Am Telefon wird erklärt, der Fahrer wird uns zum Hotel bringen. Auch erfahren wir, dass sich Heinrich Wegenstein bei einem Sturz, bei der letzten Tour ein paar Rippen gebrochen habe, daher könne er uns nicht abholen. In der Zwischenzeit haben wir genügend Aufmerksamkeit erregt, so dass sich auch der Rest der Truppe einfindet. Unsere Reisegruppe besteht nun aus Georg (Er hat uns durch das Auffinden des richtigen Taxis vom Flughafen gerettet), Hubert, Ferdinand und Hermann, Christiane und mir. Dies sind die österreichischen Teilnehmer.

23.7.06
Am Morgen lernen wir die weiteren Teilnehmer Ruth, Gerhard, Anja, Andrea, Elmar und Werner kennen. Sie alle kommen aus dem nördlichen Germanien. Leider hatten sie bei der Ankunft weniger glück. Sie fanden das reservierte Taxi nicht, charterten ein anderes und fuhren gut 4 Stunden durch das nächtliche Delhi bis das Taxi das Hotel endlich gefunden hatte.
Nun aber tritt Arun auf den Plan. Er ist Geschäftspartner von Heinrich und betreibt die größte Motorradwerkstätte in Delhi. Er begleitet uns mit dem Zug von DELHI nach KALKA zu den Ausläufern des Vor-Himalayas. Dort treffen wir zum ersten Mal auf unsere Motorräder. Die Royal Enfield Bullet. Nach einem Briefing und den ersten Startversuchen ( Kickstarter only) fahren wir einige Kilometer zum Gewöhnen an Verkehr und Motorräder. In Indien ist Linksverkehr. Auch die Motorräder sind andersrum gebaut. Wo bei uns die Fußbremse ist nun das Getriebe (auch dieses ist für uns verkehrt eingebaut) und umgekehrt. So dauert es nicht lange, bis zu den ersten Bremsversuchen mit dem Getriebe. Kracht wunderbar in den Zahnrädern, verzögert jedoch nicht wirklich. Auch kann ich nicht wirklich sagen ob in den 500 cm immer die versprochene Motorleistung zur Verfügung steht. Es entsteht dabei eine etwas andere Art des Motorradfahrens. Eine Art von "Sinnliche Langsamkeit" . Bei 80 Km/h bist du der "King of the Road" und alles darüber gleicht einem Selbstmordkommando. Dazu tragen allerdings auch die Strassen, so man sie so nenne wollte, bei. Wege die man bei uns schon lange wegen Baufälligkeit gesperrt hätte sind keine Seltenheit. Auch sollte man ständig mit Kühen, Pferden, Ziegen oder Affen hinter der nächsten Kurve rechnen.
Im Hotel lernen wir auch Shankar kennen. Dieser junge Mann mit österreichischer Mutter und indischem Vater sollte mit Heinrich die Tour begleiten. Wegen der Verletzung von Heinreich tut er dies mit seiner Schwester Annapurna als Verstärkung. (Im normalen Leben studieren Shankar und Annapurna in Wien). Der Vorteil die beiden sprechen einen wunderbaren wiener Dialekt und kennen auch die indischen Dialekte und Gepflogenheiten aber auch die indische Geschichte der zu besuchenden Sehenswürdigkeiten.

24.7.06
KALKA - SHIMLA
75 Tageskilometer zum Einfahren. Dabei überwinden wir 500 Höhenmeter und kommen in 2200 m Seehöhe in Shimla an. Die Temperaturen fallen hier auf erträgliche 28 Grad. In der Ebene von Delhi waren es bei unserer Ankunft über 40 Grad. Der Ort ist Sommersitz der ehemaligen britischen Vizekönige (des Klimas wegen). Wir bummeln über die "Mall" zum Scandalpoint und genießen das Flair des ehemaligen britischen Kolonialreiches. Auch gibt es eine, in gold schimmernde, überlebensgroße Statue von Gandhi zu bewundern.

25.07.06
SHIMLA-MANDI
Von Shimla fahren wir über Tatapani und Sundernagar nach Mandi. Ergibt 220 Tageskilometer. Dabei durchfahren wir dichte Wälder. An den Hängen der Berge wird auf Terrassen Mais und Reis angepflanzt. Dies ergibt die typische nepalesische Berglandschaft. Auf den Strassen beginnt der Asphalt in den Hintergrund zu treten und wir fahren über Naturpisten. Dabei werden wir öfter von Affenherden begleitet. Diese können sehr frech sein. Also heißt es Wertsachen wie Kameras und Photoaperrate, sowie Jausenbrote und Obst gut festhalten oder teilen. Auch wird die Fahrt immer wieder von Regenschauern begleitet. Dazwischen knallt die Sonne runter. Es ist daher egal ob du Regenschutz trägst oder dich vom Schweiß baden lässt.

26.0707
MANDI - MANALI
Heute stehen lediglich 115 Kilometer an. Wir fahren entlang des Beas Flusses durch das Kullu Tal und hinauf nach Manali. Durch eine wirklich tolle Landschaft in der Schlucht. Bevor Manali der Hauptort des Beas Valley erreicht wird überqueren wir noch eine Hängebrücke um über die Schlucht zu kommen. Die hölzernen Bohlen sind von der Nässe rutschig, wir sind das vierte Motorrad und dabei schaukelt das Ding auch schon ganz schön. Werner der hinter uns fährt, tanzt zu übermütig mit seinem Motorrad und weicht einer entgegenkommenden Vespa nach rechts aus. Dies ist bei Linksverkehr nicht optimal und die Enfield frisst die Vespa zum Nachtisch. Ergebnis Vespa zerschunden, Enfield ein kaputter Blinker und kein Personenschaden.

27.07.06
MANALI - KEYLONG
Die Berge beginnen. Erstmals begeben wir uns in Höhen welche mit den Alpengipfeln konkurrieren. Über endlose Kurven erreichen wir den Rothang Pass, laut Übersetzung ist dies das Ende der bewohnten Welt, mit einer Höhe von 3890m. Durch die Regenschauer der vergangenen Tage wurde der Boden jedoch kräftig aufgeweicht. Die Route ist Durchzugstrasse und wird von den LKW`s stark befahren. Es dauert auch nicht lange und einer der LKW`s bleibt in einer Kehre stecken. Der Stau ist perfekt. Die Inder feiern dabei mit Musik und Tanz neben den Fahrzeugen, kochen und trinken Chai ( indischer Tee ). Also etwas anders als bei uns. Dabei wird versucht eine Lücke für uns und die Motorräder zu finden. Die Brummifahrer helfen da auch mit und schieben schon mal wenn ein Motorrad stecken bleibt. Trotzdem verlieren wir durch den Stau über 2 Stunden. Fototpause am Pass. Auf diesen Pässen gibt es jedoch kein Gipfelkreuz sondern eine Steinpyramide welche mit zahlreichen Fähnchen geschmückt ist. In einem Cafe am Straßenrand stärken wir uns mit Chai und Teigtäschchen ( Samosas ). Langsam gewöhne ich mich an die fleischarme Küche mit den fürchterlich scharfen Gewürzen. In unserem Hotel in Keylong sind wir immer noch auf 3200m Seehöhe. Die brauchen wir zur Akklimatisierung für die nächsten Tage.
An diesem Tag betrug die Streckenlänge 110 Km.

28.07.06
KEYLONG - SARCHU
Die Berge steigen weiter und höhenmäßig liegen die höchsten europäischen Gipfel bereits unter uns. Der Baralacha La ist sehr eindrucksvoll zu befahren. Dieser Pass bringt uns auf eine Höhe von 4880m. Der Gipfel liegt im Nebel und es ist sehr feuchtes Wetter. Nach einem kurzen Fotostop geht es weiter nach Sarchu. An dem Dorf sind glatt einige vorbeigefahren. Es ist ein Zeltdorf auf immer noch 4250m Höhe.
Die Zelte im Camp sind jedoch mit Feldbetten und eigenem Sanitärbereich, für jeweils 2 Personen gut ausgestattet. Auch gibt es ein eigenes Küchenzelt.
Christiane und ich machen noch einen Spaziergang zu einem nahen Canyon. In dieser Zeit versuchte ich gelegentlich eine Zigarette zu rauchen. Wegen der dünnen Luft, kam ich über den zweiten Zug nie hinaus. Die nächste Zigarette werde ich wohl erst in einigen Tagen genießen können, wenn wir wieder unter 4000m kommen.
100 Km betrug die Streckenlänge an diesem Tag.

29.07.06
SARCHU - RUMTSE
Heute stehen 180 Km auf dem Programm und dabei soll es gleich zweimal über 5000m gehen. Alleine bei diesen Gedanken bekomme ich Atemprobleme, dabei habe ich den Motor noch nicht einmal angekickt.
Zuerst kommt der Lachalang Pass und danach der 5360m hohe Taglang, der zweithöchste Punkt unserer Reise. Durch die großen Mengen an Regen in den letzten Tagen, haben sich die Strassen gelegentlich mit den Bächen vereint. Christiane als Sozia nimmt die Duschen gelassen und spricht von einem guten Test der Regenkleidung. Lediglich die abnehmenden Temperaturen verwandeln das Rot ihrer Lippen langsam in ein stetes Blau.
In Rumtse schlafen wir in für uns bereitgestellte Zelte. Heute jedoch nur mit Schlafsack und Matte. In diesem Tal, welches immer noch über 4200m liegt ( also noch immer keine Zigaretten ), gibt es keine Infrastruktur. Alle Lebensmittel und Getränke wurden von Leh, unserem nächsten Tagesziel, aus dem Hotel Bijou mit Küchenausrüstung und Koch zu uns gebracht. Trotz des guten Essens schmerzt mein Kopf von der Höhe und der Schlaf will auch nicht so wirklich kommen.

30.07.06
RUMTSE - LEH
Katerstimmung am Morgen ohne Alkohol am Vortag ! Gott sei Dank sind es nur 90 Km bis zum Tagesziel nach Leh. Auf dem Weg dorthin stehen Vorher noch zwei Stopps. Zuerst besuchen wir das Kloster Padmasambhavas, des Schutzheiligen des Hemi Klosters. Der indische Heilige brachte im 9 Jahrhundert den Buddhismus aus Tibet nach Ladakh. Danach noch ein Besuch im Gelupka ( Gelbmützen ) Kloster von Tikse, dem größten Kloster in Ladakh. Diese Klöster sind ja schön anzusehen. Leider sind sie meist auf dem Gipfel eines Hügels. Dieser kann nicht immer befahren werden und das Kloster ist dann nur über Stiegen, mit unendlichen Stufen zu erreichen. Dies alles in einer Höhe wo ich kaum eine Zigarette vertrage!!!

31.07.06
LEH
Heute erkunden wir Leh sowie die schönsten Klöster der Umgebung. Wir besuchen das Kloster in Shey ( Stufen - Stufen - Stufen -) und den Palast von Stok. Die Holzschnitzereien und Verzierungen sind echt Wahnsinn, aber diese Stufen!!!
Christiane gefällt dies sehr. Sie ersteht einige Tücher und Kleidungsstücke am Markt in Leh. Auch freut sie sich, ihr Sitzfleisch heute nicht von holprigen Schlaglöchern massiert zu bekommen.

01.08.06
LEH - NUBRA TAL
Heute werden 220 Km zurückgelegt, Bezwingung des Kardung La inklusive. Nach Erhalt der nötigen Sondererlaubnis zur Befahrung des Nubra Valley geht es los. Der höchste Punkt der Reise rückt näher. Mittlerweile bewegen wir uns in einer bizarren Landschaft. Manchmal habe ich den Eindruck in einer anderen Welt zu sein. Kehre um Kehre geht es den Kardung La hinauf. Die Passhöhe liegt auf 5603m. Dies ist der höchste, auf einer Strasse, anfahrbare Punkt der Erde. So behauptet es ein Schild auf der Passhöhe. Gipfelfoto und Pause, aber noch immer keine Marlboro. Nach 45 Minuten Ehrfurcht, Freude über das Erreichte und schwindlig von der dünnen Luft stürzen wir uns runter ins Tal. Mit jedem Meter bergab wird es wärmer, der Schnee bleibt zurück und das Atmen fällt leichter. Abends fallen wir todmüde in die Betten.

02.08.06
NUBRA TAL - ALCHI
Im Nubra Tal. sehen wir eine Kamelkarawane und werden noch von einem Sandsturm überrascht. Die anschließende Stimmung ( totale Stille, alles ganz klar ) lassen wir noch kurz auf uns wirken Danach geht es zurück über den Kardung La vorbei an Leh ins Indus Tal nach Alchi. Hier genießen wir nach 180 Tageskilometern die Ruhe und Abgeschiedenheit des Ortes. Auch besuchen wir das örtliche Kloster und bewundern die Kunstschätze. Ach ja und ich kann endlich eine Zigarette genießen da wir knapp unter 4000m gekommen sind.

03.08.06
ALCHI - LAMAYURU - KARGIL
Heute gilt es 170 Km und eine Menge Sehenswürdigkeiten zu bewältigen. Am Morgen fahren wir durch die herrliche Berglandschaft des Moon Valleys Richtung Kaschmir zu einem der ältesten Klöster in Ladakh dem Lamayuru Kloster. Dies wird gerade renoviert und kann daher nur teilweise besichtigt werden.
Danach verabschieden wir uns von Hermann und Werner. Die beiden haben nur zwei Wochen Urlaub bekommen und treten von hier aus die Heimreise an. Dabei bekommen sie Begleitschutz von einem Mechaniker, der dafür sorgt, dass die beiden ihren Flug nicht verpassen.
Wir anderen fahren weiter über den Fatu La (4097m) und den Namika La (3716m) durch eine tolle Landschaft nach Mulbekh. Hier steht ein gewaltiges Felsrelief des Maitreya Buddahs. Nach einer Stärkung verlassen wir den buddhistischen Teil Ladakhs und fahren in das von Moslems dominierte Kargil.
Dort kommen wir erst spät an und übersehen eine Baustelle im Ort. Diese war auch nicht gekennzeichnet und nur mit Mühe entkommen wir den über die Strasse gezogenen Gräben uns Sandhügeln. Christiane bleibt auch dabei hinter mir am Sozius, wird aber stark durchgerüttelt.

04.08.06
KARGIL - SRINAGAR
Sehr zeitig am Morgen geht es weiter, dem 200 Km entfernten Tagesziel Srinagar entgegen. Der Grund liegt am Zoji La. Das Tor zu Kaschmir ist nämlich ein Pass mit Einbahnregelung. Wer zu spät kommt muss warten und kann erst am nächsten Tag weiter. Die Landschaft wird wieder grün. Eintoller Anblick nach den unwirklichen Gebirgen der letzten Tage. Auch die Temperaturen steigen und haben bald sommerliches Niveau erreicht.

05.08.06 / 06.08.06
SRINAGAR
Srinagar liegt am Dal - See. Dort haben wir als Unterkunft Hausboote bezogen. Diese sind ganz im englischen Kolonialstiel eingerichtet. Um 5 Uhr kommt tatsächlich ein "Boy" und bittet zum Tee.
Wir erholen uns zwei Tage in diesem Paradies und lassen uns verwöhnen. Abends kommen Händler mit ihren Booten und bieten ihre Waren an. Von Lebkuchen über Kleidung aus Kaschmir bis Schmuck kannst alles kaufen, direkt vom Balkon des Hausbootes ohne aufstehen zu müssen.
Mit einer Chikara, einem kleinen geruderten Boot ähnlich einer Gondel, lassen wir uns zum schwimmenden Markt bringen. Danach besuchen wir die schwimmenden Gärten und eine Parkanlage, die Mogul Garden genannt wird. Ein Lustgarten der früheren Mogul - Herrscher. Leider spielt der Wettergott nicht so richtig mit und hält immer wieder eine kleinen Regenguss zwischendurch für uns bereit.
In dieser Zeit sind die Mechaniker besonders gefordert. Sie überholen die geschundenen Motorräder gründlich. Während der Fahrtage erledigen sie dies meist vor dem Abendessen. Dadurch ermöglichen sie uns tagsüber ein meist pannenfreies Weiterkommen. Ohne diese Unterstützung würde wohl noch kaum ein Motorrad fahren.

07.08.06
SRINAGAR - PATNITOP
Wir verlassen das Kaschmir Tal schweren herzens, wer bekommt schon zuhause von seinem "Boy" einen 5 Uhr Tee serviert, und legen die 190 Km nach Patnitop zurück. Dies ist eine "Hill Station" der ehemaligen Konolialherren mit entsprechen angenehmen Klima.

08.08.06
PATNITOP - DHARAMSALA
Heute fahren wir 290 Km ins Domizil der Tibetischen Exil Regierung. Dort kommen wir von den Strapazen der Fahrt sehr müde an. Das Wetter war sehr wechselhaft von Temperaturen über 30 Grad über Regengüsse bis zu starkem Nebel war alles vertreten. Vor allem der Nebel auf den letzten kurvigen Kilometern war schlimm, ich hatte kaum die Strasse erkannt, die anderen Verkehrsteilnehmer waren zuerst nur zu hören und erst sehr spät zu sehen. Von der Umgebung haben wir erst am Nächsten Tag einen Eindruck bekommen. Da war dann schönes Wetter und klare Sicht.

09.08.06
DHARAMSALA
Besichtigung der Residenz des Dalai Lama. Auch besuchten wir eine tibetische Ärztin, die durch Pulsmessung einiges über den Körperzustand verraten konnte. Das ergab bei mir einige kleine Überraschungen, die ich nicht so genau hören wollte.

10.08.06
DHARAMSALA - CHANDIGARH
Ein letztes mal besteigen wir die Enfields und fahren aus den Bergen in die Hitze der weiten Ebene. Nach den 260 Km des Tages hat sich der Kreis für uns geschlossen. Noch ein Besuch auf dem Markt für die letzten Geschenke, danach Abendessen und müde aber zufrieden in die Betten.

11.08.06
CHANDIGARH - DELHI
Diese Strecke wird wieder mit dem Zug gefahren. Der ist derart gekühlt, dass uns bald kalt wird und wir die Jacken überziehen. Draußen schwitzen die Leute bei 40 Grad im Schatten.

12.08.06
DELHI
Ein Stattbummel, die letzten Rupien werden ausgegeben. Danach Verabschiedung mit dem Versprechen sich wieder zu treffen. Abends werden wir von einem Taxi zum Flughafen gebracht. Dort ist es besonders lustig, durch den Bombenanschlag am Vortag in London. Unser Gebäck wird 3-mal geröntgt und wir auch öfters durchsucht.

13.08.06
WIEN
Zu guter Letzt haben sie uns und unser Gebäck doch mitgenommen und wir sind wieder in Wien. Die Gedanken werden wohl noch eine Weile brauchen um Europa, seine Gepflogenheiten und den Alltag wieder einzuholen.
Mir fällt es besonders schwer, mich nun wieder an Verkehrsregeln halten zu müssen. Habe ich doch erlebt, dass es auch ohne funktioniert. Allein mit ein wenig Rücksicht und das obwohl die alle auf der falschen Seite fahren!

Diese Reise war wirklich ein tolles Erlebnis und die Beschreibung von Asia Bike Tours ist sehr treffend und nicht blos ein Werbetext. Möglicherweise führt uns Heinrich bald durch eine andere Landschaft in Asien.

HARRY